Narren feiern in Gedern ausgelassen auf den Straßen

In Gedern haben die Narren am Sonntag ausgelassen auf den Straßen gefeiert - und dem Regen getrotzt.

GEDERN - Pünktlich zum Startschuss öffneten sich die dunklen Wolken und entluden ein paar Regenschauer auf das närrische Volk, das die Gederner Straßen säumte. Doch die Narren ließen sich davon nicht abschrecken und bejubelten bis zum Ende den 40 Zugnummern umfassenden närrischen Lindwurm.
Farbenfroh, stimmungsvoll und lautstark war der närrische Zug, der sich beeindruckend durch die Gederner Straßen wälzte. Schon lange vor dem Startschuss heizte das Birsteiner Musik- und Showcorps den vielen Gästen quer durch die Gederner Innenstadt ein. Erstmals moderierte Jochen "Bongo" Dechert vom Dach der Volksbank aus. Derweil versammelten sich die 40 Zugnummern traditionell auf dem Parkplatz des Herkules-Marktes, wo sie von Zugmarschall Klaus Schrempf und seinen Helfern an die richtige Position dirigiert wurden. Angeführt vom Musikcorps aus Herbstein ging es pünktlich um 13.33 Uhr los. Neben der lautstarken Musik auf den Motivwagen sorgten noch die Musikzüge aus Rudingshain und Birstein für fastnachtlichen Musikgenuss.
Neben allen Gederner Prinzenpaaren und Garden, den Elferratswagen und dem Hofstaat war auch der Magistratswagen im närrischen Getümmel vertreten. Mit prächtigen Motivwagen und farbenfrohen Fußgruppen waren altbekannte Cliquen, Gruppen und Vereine mit von der Partie. Erstmals vertreten waren die Männerballette des GCC und aus Merkenfritz, die "Malle Stars" aus Udenhain und die Garde des KFC Kefenrod. Die Gederner Feuerwehr hatte ihren Wagen wieder einem aktuellen Thema gewidmet: "De' Breitbandanschluss hier is' marginal, den heimischen Hackern ist das egal. Damals Kartoffeln, Range und Dreck, un' heut' wer'n nur die Promis gehackt." Das Ziel des Zuges war wie in jedem Jahr die Schlossberg-Narrhalla, wo das bunte Treiben ausgelassen weiterging.

Quelle: Auszüge von: https://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/gedern/narren-feiern-in-nidda-und-gedern-ausgelassen-auf-den-strassen_19991861

 

GCC-Klamauk in "halb sanierter" Halle

Der Gederner Carneval Club "Laabhanse" (GCC) hat beim närrischen Endspurt mit zwei Fremdensitzungen in der Alten Turnhalle noch einmal tüchtig Gas gegeben.

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Die Aushängeschilder der "Laabhanse": Alle Garden mit dem Elferrat sowie den Prinzenpaaren samt Hofstaat. Foto: Dahmer

GEDERN - Nach einer langen Kampagne geht die diesjährige närrische Reise so langsam dem Ende entgegen: Der Gederner Carneval Club "Laabhanse" (GCC) gab beim Endspurt mit zwei Fremdensitzungen in der Alten Turnhalle noch einmal tüchtig Gas. Nach vielen Auftritten in der Region präsentierten sich die Tollitäten endlich in der heimischen Narrhalla. Sowohl "Laabhanse" als auch Akteure von befreundeten Vereinen bescherten dem Publikum ein Programm aus Tanz und Show, Büttenreden und Sketchen, Klamauk und Dollerei.
"Liebe Freunde der Gederner Fastnacht, es ist wieder so weit. Es ist endlich Sitzungszeit", sagte Sitzungspräsident Thomas Diehl, als er die Narrenschar begrüßte. Im Namen aller Gederner Vereine bedankte er sich bei der Stadt für eine "halb sanierte" Turnhalle. "Leider steht die Halle nicht am Gederner See. Dann hätten wir nämlich im Keller eine Wellnessoase und im Garten Minigolf. Millionen an den See, na klar. Nur für Gedern iss kaa Geld mehr da", konnte sich Diehl angesichts der Investitionen in den Campingpark einen Seitenhieb auf die Stadtväter nicht verkneifen.
Hofmarschall Jan Wacker stellte anschließend die närrischen Regenten vor. "Ich rufe euch von hier oben zu, heute gibt es kein Tabu", sagte Mini-Prinz Mick, Freiherr von taktvollen Zumba-Klängen, Bezwinger der Tischtennisplatte und Bambiniretter Gut Schlauch (Mick Hirth). Seine Prinzessin Milena, Freifrau von edlen Tannen auf dem Globus, Gebieterin der ärztlichen Verrechnungsstelle und tanzbeinschwingende Maus beim GCC (Milena Diehl), ergänzte: "Ich grüße euch hier im Bau: Helau."
"Als Prinz Leon bin ich da, genauso wie im letzten Jahr. Ein bisschen Spaß in dieser Welt - das haben wir für euch bestellt", sagte Jugend-Prinz Leon, Herrscher über Geldrausch Alaska von Dmax, Gebieter landwirtschaftlicher Fahrzeuge, Freiherr zur Vermehrung von Kälbchen und Nachkömmling vom Gederner Original (Leon Hild). Seine Prinzessin Leonie, Freifrau zum klingenden Keyboard, Gebieterin der Chemikalien und Wächterin über bellende Hunde (Leonie Noll), verkündete: "Mein letzter Satz - ihr wisst es genau - lautet: Gedern Helau."
Ihre Lieblichkeit Prinzessin Jessica, Freifrau mit karnevalistischem Blut in den Adern, Herrscherin über Kamm und Schere und Takt angebende Tanzmaus des Gederner Carneval Clubs (Jessica Löffler), gestand: "Fastnacht feiern beim GCC ist wunderbar. Nun stehen wir hier als Prinzenpaar. Etwas Schöneres kann es nicht geben." Prinz Tobias, Herrscher über PS-starke Motoren, Freiherr der Otto-Müller-Straße und geselliger Edelmann der Freunde des Bieres (Tobias Warnat), forderte das Gederner Narrenvolk auf: "Voller Spaß soll die Zeit nun sein. Vergesst Kummer und Sorgen, wir pfeifen auf morgen." Unterstützt von Bernd Vonalt stimmte er dann die Prinzenhymne an. "Einmal Prinz zu sein, davon hab' ich schon als kleiner Bub geträumt. Einmal Prinz zu sein, sonst hast du was versäumt", klang es durch die Narrhalla.
Bevor die Mini-Garde das Bühnenprogramm eröffnete, war es dem GCC-Vorsitzenden Martin Demantke ein Anliegen, sich bei Thomas Diehl für sein Engagement zu bedanken. "Seit elf Jahren bist du Sitzungspräsident und hast 22 Sitzungen geleitet. Dafür danke ich dir", sagte Demantke.
Als waschecht er Adelsmann stieg Prinz Martin (Martin Grundl) von den Sichenhäuser Nidder-Narren in die Bütt. "Als Prinz wird man nur noch belästigt, und das rund um die Uhr", jammerte er und sprach über "Telefonbelästigungen für bankrotte Großkonzerne mit uffgesetzter Nasenstimm", das Nachtlager seines Patenkindes zwischen ihm und seiner Prinzessin, glotzende Nachbarn und das sündhaft teure Champagner-Bad seiner Liebsten.
Viele Lacher und viel Applaus waren dem Büttenass aus Sichenhausen für seinen Vortrag sicher. "Prinzessin Isabell hat vor gut zwei Wochen ,Ja' zu deinem Heiratsantrag gesagt. Der Gederner Elferrat freut sich schon jetzt auf den Polterabend", meinte Thomas Diehl. Doch Prinz Martin konterte prompt: "Freut euch nicht zu früh. Ihr macht den Thekendienst."
Über ihre "musikalische Weltreise uff Platt" konnten Jens Weber und Angelina Appel allerlei berichten. "Einmal um die ganze Kugel - des war scheee", prahlten sie - und das, obwohl die Hanseaten aus "Hambursch" das Sichenhäuser Platt nicht verstanden und der griechische Wein seine Wirkung nicht verfehlte. Nicht minder begeisterte die Büttenrede von GCC-Elferratsmitglied Hans-Albert Menzel. Er offenbarte seine außerordentlichen Qualitäten als kochender Ehemann und punktete mit dieser Fähigkeit sogar bei der Stadt Gedern. "Ich habe mich als Koch für den Weningser Markt beworben. Die Stadt Gedern, wie immer knapp bei Kasse, suchte trotzdem einen Koch erster Klasse. Die nahmen mich. Es hat alles geklappt, denn nur ganz wenige Leut' haben Durchfall gehabt", witzelte Menzel.
Sein Vereinskollege Frank Schaller brillierte einmal mehr in seiner Paraderolle als "Die dumm Nuss" und plauderte so manche Ungereimtheit aus der holden Nachbarschaft aus. Als weitere Gederner Eigengewächse brillierten der "Tanzende Elferrat" (Mittlere Showtanzgruppe), die Jugendgarde, die Prinzengarde und das Männerballett "MB 14".
Mit Musik und Show sorgten die Gederner Mundartgruppe "Kreuz & Quer", die "Twinkerbells", die Büdinger "Frog Rock Band" sowie die Sitzungskapelle "Die Nachtschwärmer" für Mega-Stimmung. Bajazz Uwe Lehmpfuhl geleietete die Akteure zur Bühne.

Quelle: https://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/gedern/gcc-klamauk-in-halb-sanierter-halle_19991264

 

Bei Weiberfastnacht des Gederner Carneval Clubs kocht der Saal

"Wer bin ich - oder doch ganz anders?" lautete das geheimnisvolle Motto der Weiberfastnacht des Gederner Carneval Clubs (GCC).

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Die GCC-Prinzengarde verwandelte sich auf der Bühne in kraftvolle und stolze römische Gladiatorinnen. Foto: Schneider

GEDERN - "Wer bin ich - oder doch ganz anders?" lautete das geheimnisvolle Motto der Weiberfastnacht des Gederner Carneval Clubs (GCC) - und entsprechend fantasievoll bis mystisch präsentierte sich nicht nur der Elferrat unter Sitzungspräsidentin Lisa Weidner im Pfauenfederlook. In der Alten Turnhalle waren Glamour, Strass, Vogelmasken, Fächer und zarte Spitzenschleier Trumpf.
Zahlreiche Huldigungen der Aktiven nahm Lisa Weidner zu ihrem elfjährigen GCC-Narrenjubiläum entgegen. Nach dem Einzug der Tollitäten Prinzessin Jessica I. und Prinz Tobias I. präsentierte die Prinzengarde unter der Leitung von Anna Höhl und der Prinzessin selbst einen perfekten Tanz im Fastnachtsmetier, den sie im zweiten Teil mit einer kraftvollen und stolzen römischen Gladiatorinnen-Choreografie sogar noch toppte.
Direkt im Anschluss eröffneten die "Daumer Buwe" vom KC Dauernheim (Leitung: Tine Haust) mit ihrer umjubelten mehrteiligen "Buwe Highschool" den diesjährigen opulenten Reigen männlich besetzter Programmpunkte, die bei den Damen im Saal bestens ankamen. Die GCC-Jugendgarde steht unter der Leitung von Anke Hack und Carrie-Ann Swedik, auch sie hatte neben einem schwungvollen klassischen Gardetanz einen Showtanz zu "I'm A Barbie-Girl" im Gepäck und wirbelte später am Abend zum Titelsong von "Fluch der Karibik" als kampf- und akrobatikerprobte Piratencrew samt Papagei über die Bühne.
Amüsante Bettgeschichten, inklusive Sportschau, nächtlicher Ausflüge an den Kühlschrank und Erinnerungen an die heißen Nächte von einst, präsentierten Corina Diehl als Ehemann und Stephanie Benz als Gattin in ihrem Sketch, den sie zudem mit Gesangseinlagen untermalten. Natürlich durfte auch bei den Gederner Weibern "Cordula Grün" (Carmen Langlitz) nicht fehlen, die Silvia Langlitz in der Rolle ihres Lovers mitgebracht hatte.
Zu den choreografischen Glanzlichtern des Abends gehören inzwischen traditionell die "Traumtänzer" aus Burkhardsfelden unter der Leitung von Katharina Feierabend und Thomas Hofmann. Die vielfach ausgezeichnete gemischte Gruppe entführte ihr Publikum diesmal in den Sherwood Forest, wo beim Eintreffen der königlichen Kutsche ein erbitterter Streit zwischen Robin Hood und der Majestät um die Abgaben der Armen entbrannte, gekrönt von einem Bogenturnier und dem Abschuss eines goldenen Pfeils, der quer über die Bühne hinweg ins Schwarze traf.
Mit zauberhaften Isisschleiern und leuchtenden Kokons empfahlen sich die "Twinkerbells" nach der Pause für den GCC-Nachtumzug, während im Kontrast dazu Birgit Löffler in der Bütt von der Putzfrau über die Disco-Queen zur Sexbombe mutierte - und das alles dank Mallorca und bester Kontakte zu Jürgen Drews.
Reiseerinnerungen frischte auch das beliebte und schlagfertige Duo Angelina Appel und Jens Weber von den Sichenhäuser Nidder-Narren auf: Das Paar hatte nach seiner Silberhochzeit eine Weltreise angetreten und schwadronierte in Mundart und mit vielen Stimmungshits über seine Fahrten mit der Reeperbahn, den Anfall von Seekrankheit auf den Amsterdamer Grachten und die Sehnsucht nach dem heimischen Schwartenmagen. Die Zielgerade zum Finale gehörte auf weiten Strecken den männlichen Augenweiden: angefangen von der begeistert aufgenommenen Playbackshow der "Jungen Wilden" bis zum kompletten Mini-Live-Konzert der "Frog Rock Band" aus Büdingen, die es gemeinsam mit Frontmann Nick Drehsen tatsächlich schaffte, "TNT" von AC/DC mit "Viva Colonia", "Äppelwoi-Cola" und "Hey Jude" unter einen Hut zu bekommen.
So kochte der Saal ohnehin schon und flirrten allerorten die Fächer, als das GCC-Männerballett "Fertzeje Uhr" wie gewohnt vor dem Finale noch eins daraufsetzte und vom Abba-Glitzer-Look der 80er bis zum Hip-Hop der 2000er Jahre eine viefältige Akrobatikchoreo der Extraklasse ablieferte. Exakt der richtige Drive für das Finale und eine lange Tanznacht mit den "Nachtschwärmern" Alfred Rahn und Michael "Micky" Weidner.

Quelle: https://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/gedern/bei-weiberfastnacht-des-gederner-carneval-clubs-kocht-der-saal_19988327